Workshops

EMAS als Instrument für Klimamanagement im Unternehmen

Theresa Steyrer, Arqum

Die Zahl der Unternehmen, die sich für den Einstieg in ein Klimamanagement entscheiden, steigt kontinuierlich. Darunter finden sich auch zunehmend EMAS-registrierte Organisationen. EMAS bietet als Managementsystem viele gute Grundlagen, die für den Aufbau eines Klimamanagements bzw. einer Klimastrategie genutzt werden können; beispielsweise die geforderte Darstellung der Umweltleistung über Kernindikatoren, welche eine Grundlage für die Erstellung der Klimabilanz bildet. Zudem lässt sich das Thema Klimamanagement in die wiederkehrenden Abläufe von EMAS (Stichwort „PDCA-Zyklus“) integrieren und somit auf eine glaubwürdige Grundlage stellen.

Welche Schnittstellen konkret zwischen EMAS und dem Klimamanagement bestehen, welche Praxiserfahrungen es gibt, aber auch welche Fallstricke zu beachten sind – das beleuchtet der Workshop gemeinsam mit EMAS-Praktikern und Pionieren des Klimamanagements. 

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EMAS als Instrument für Lieferkettenmanagement

Norbert Jungmichel, Systain Consulting und Daniel Weiss, adelphi

Viele kleinere und mittelständische Betriebe engagieren sich wie Großunternehmen bereits zu Themen gesellschaftlicher Verantwortung im Rahmen ihrer eigenen Prozesse. Zugleich sind sie heute mehr denn je gefordert und motiviert, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung auch in der Liefer- und Wertschöpfungskette nachzukommen. Auch die EMAS-Novelle 2017 (über die ISO 14001:2015) fordert verstärkt von Unternehmen, dass sich diese systematisch mit ihrem strategischen Umfeld, also auch der Liefer- und Wertschöpfungskette, auseinandersetzen.

Im Rahmen des Workshops soll gemeinsam mit Unternehmen erarbeitet werden, wie sie Nachhaltigkeitspraktiken in der Liefer- und Wertschöpfungskette mithilfe des betrieblichen Umweltmanagements etablieren können.

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Die Rolle von EMAS beim Übergang zu einer nachhaltigen Finanzwirtschaft

Arne Reinbold, Deutsche Kreditbank AG

Ein nachhaltiges Finanzsystem ist ein entscheidender Hebel, um ein ökologisch nachhaltiges Wirtschaftssystem zu schaffen. Hierfür muss der Finanzsektor eingebunden werden, und es müssen geeignete Rahmenbedingungen und Anreize für nachhaltige Investitionen gesetzt werden. Einen wichtigen Schritt auf europäischer Ebene hat die Europäische Kommission am 8. März 2018 mit dem Aktionsplan „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“, der Maßnahmen für die Gestaltung eines nachhaltigen Finanzsystems vorstellt, getan, und sodann Ende Mai 2018 ein Legislativpaket hierzu vorgelegt. Der Aktionsplan basiert auf drei Strategien: Rahmenbedingungen für nachhaltige Investments schaffen, Nachhaltigkeit ins Risikomanagement einbeziehen sowie Transparenz und langfristig nachhaltiges Handeln fördern.

In dem Workshop soll die (potenzielle) Rolle von EMAS beim Übergang zu einer nachhaltigen Finanzwirtschaft diskutiert werden.

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Integrierte Strategien für EMAS – Stärkung des politischen Rahmens

Alina Ulmer, adelphi

Der Workshop thematisiert, wie EMAS wirkungsvoll in umweltrechtliche Vorschriften und andere Politikmaßnahmen integriert werden könnte, so dass EMAS sowohl für Unternehmen (als Anwender) aber auch für Behörden (zur Unterstützung und Erleichterung der Verwaltungs- bzw. Vollzugsarbeit) an Bedeutung gewinnt. Daneben können zusätzliche finanzielle Anreize vom Staat eine wichtige strategische Rolle spielen, um die Verbreitung von EMAS zu fördern. Dass die stärkere Verbreitung von EMAS ein zentrales Anliegen der Politik ist, zeigt die Verankerung von EMAS in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie von 2016.

Eine zentrale Frage im Workshop lautet daher, mithilfe welcher Politikinstrumente zusätzliche starke Anreize für nachhaltiges Wirtschaften und die Verbreitung von EMAS geschaffen werden können.

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